Blutegeltherapie

Die bei der Therapie eingesetzten Blutegel sind hungrig. Sie werden auf die Haut des Pferdes gesetzt und beißen sich dort fest. Dort saugen die Egel bis zum fünffachen ihres Körpergewichtes an Blut auf; das sind dann etwa 30g. Dadurch entsteht eine entstauende Wirkung.

Beim Biss injizieren die Blutegel zusätzlich ihren Speichel, der etwa 20 medizinisch wirksame Stoffe enthält. Der bekannteste Wirkstoff ist Hirudin, der blutverdünnend, entzündungshemmend und antibiotisch wirkt.
Dazu kommt eine schmerzlindernde Wirkung des Egelspeichels.

Nach dem der Egel etwa 30 bis 60 Minuten lang Blut aus der Wunde gesaugt hat, lässt er sich fallen. Anschließend kann es bis zu 12 Stunden lang zu Nachblutungen kommen. Dadurch wird die Wunde gereinigt und der Stoffwechsel im behandelten Gebiet angeregt. Die Nachblutungen sollten daher nicht gestoppt werden.

Entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt die Egelbehandlung erfahrungsgemäß bei:

  • Arthrose
  • Spat
  • Schale
  • Kissing Spines
  • Hufrollenproblemen
  • Sehnenproblemen

Entstauend und damit schmerzlindernd wirkt die Egelbehandlung erfahrungsgemäß bei:

  • Hufrehe
  • Prellungen
  • Blutergüssen
  • Druckstellen
  • Euterentzündungen
  • Phlegmone

Zuletzt aktualisiert am 13.08.2019