TCM / Akupunktur

Die Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin wie wir sie heute kennen, wurden gemäß den traditionellen Schriften Chinas vor mehr als 2000 Jahren gelegt. Grabfunde sowie Berichte von chinesischen Historikern lassen jedoch auf “akupunkturähnliche Anwendungen”, beispielsweise mit Steinnadeln oder Fischgräten, vor mindestens 5000 Jahren schließen. Die Ursprünge der chinesischen Pflanzenheilkunde reichen noch viel weiter bis in die steinzeitliche Vergangenheit zurück.

Erste ausführlichere Berichte über Akupunktur erreichten Europa im 16. Jahrhundert im Zuge der Jesuitenmission in China. Parallel dazu reisten einige Ärzte im Rahmen der holländischen Ostindienkompanie nach Japan und schrieben ihre Beobachtungen über dortige Akupunkturanwendungen nieder. So beschrieb z.B. der Lemgoer Arzt Engelbert Kaempfer 1690 erstmals detailliert die Praxis der Akupunktur für europäische Leser.

Nach TCM-Verständnis entstehen Erkrankungen aus einem Ungleichgewicht des dynamischen Zusammenspiels zwischen Yin und Yang.

Dieses Ungleichgewicht kann aufgrund äußerer oder innerer (krankmachender) Einflüsse entstehen.

Die TCM behandelt keine Symptome, sondern versucht die Ursachen zu beseitigen.

Indikationen für eine Behandlung nach TCM

  • Atemwegserkrankungen (Erkältungen, Husten, COPD, Allergien)
  • Erkrankungen des Verdauungsapparates (Durchfall oder Verstopfung- auch chronisch,   Magengeschwür, Darmpechverhalten beim Fohlen, etc…)
  • Harnwegserkrankungen (Blasenentzündung, Harninkontinenz)
  • Dermatologische Erkrankungen ( Nesselausschlag, allergische Erkrankung, Mauke, Pilz, Hot Spots etc…
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane ( Anöstrus, Zyklusstörungen, Endometritis, Plazentaretention, unzureichende Laktation, Deckunlust, Unfruchtbarkeit)
  • Ohren- und Augenerkrankungen, Immunstörungen
  • Herz- / Kreislauferkrankungen (Kreislaufkollaps, Hypertonie, Herzinsuffizienz)
  • Emotionale Störungen (Aggressivität, Unruhe/Angst/Panikzustände, Teilnahmslosigkeit)
  • Neurologische Erkrankungen (Epilepsie, Cauda-Equina-Syndrom, Wobber-Syndrom, Ataxie,   Fazilarisparese)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (HWS-Syndrom, Kreuzverschlag, Sehnen- und Gelenkserkrankungen, Hufrehe, Hufrollenentzündung, Arthrose, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen  durch Verspannungen, Überbeanspruchung und Leistungsabfall)

Wie läuft der erste Termin ab?

1. Anamnese

Da es sich um eine ganzheitliche Therapieform handelt, ist  es wichtig, alles von dem Patienten zu erfahren was in der Vergangenheit vorgefallen war. Dazu bitte die Krankenberichte oder Rechnungen, Impfpass und Entwurmungsplan mitbringen um zu wissen, was dem Tier schon alles verabreicht wurde. Ebenso sollte alles was gefüttert wird  vorhanden sein, um die Inhaltsstoffe durchsehen zu können.

2. Diagnosestellung und Akkupunktur

Mit Hilfe dieser ganzen Informationen wird eine Diagnose nach TCM (Traditionell Chinesische Medizin)

erstellt und die Akupunktur durchgeführt. Die Nadeln müssen mindestens 20 min. verbleiben. Bei extrem empfindlichen und ängstlichen Tieren ist es möglich auf einen  Laser zurück zu greifen. Ebenso ist die Möglichkeit gegeben, Punkte zu lasern, die man aus unterschiedlichen Gründen nicht nadeln darf.

3. Umgebung während der Behandlung

Der Ort für die Akkupunktur sollte auf festem Boden sein mit genügend Platz und Ruhe. (Eine enge Stallgasse wo ständig jemand vorbei will ist ungeeignet)

4. Umfang einer Behandlung nach TCM

Damit die Behandlung erfolgreich sein kann, müssen innerhalb von 10 Tagen 3 Termine abgehalten werden. Bei chronischen Erkrankungen, je nach der Schwere, im Anschluss im wöchentlichen Rhythmus.

Die Entspannung und Schmerzlinderung tritt meist

sofort ein und die Pferde genießen die Behandlung…….

……manchmal bis kurz vorm Umfallen.

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Zuletzt aktualisiert am 20.10.2019